BELGIEN
ARDENNEN

Zwischen Flüssen, Wäldern und kleinen Orten zeigt sich Belgien von seiner ruhigen Seite.

Die grüne Seite Belgiens

Die Ardennen erstrecken sich über den Süden Belgiens und gehören zu den waldreichsten Regionen Westeuropas. Mehr als 40 Prozent der Fläche sind von Wald bedeckt, dazwischen verlaufen Flüsse wie die Ourthe,
die Semois und die Lesse durch tiefe Täler und Schluchten.

Für Camper bieten die Ardennen eine Mischung aus kleinen Dörfern, kurvenreichen Landstraßen und vielen Möglichkeiten für Aktivitäten in der Natur. Wanderwege, Radstrecken, Kajaktouren und
Aussichtspunkte liegen oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Anders als große Teile Flanderns prägen hier vor allem Wälder, Flusstäler, Burgen und verstreut liegende Orte das Landschaftsbild. Viele Campingplätze befinden sich direkt an Flüssen oder am Waldrand und
eignen sich gut als Ausgangspunkt für Tagesausflüge.

Die Region umfasst bekannte Orte wie Durbuy, La Roche-en-Ardenne oder Bouillon, reicht aber weit darüber hinaus. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, findet in den Ardennen ein dichtes Netz aus Campingplätzen, kleinen Straßen und abwechslungsreichen Landschaften auf vergleichsweise kurzer Distanz.



Schloss Walzin

Die Lesse schlängelt sich durch Wälder und vorbei an steilen Felswänden.

Die Zeit hat mitgeformt

Die Ardennen gehören zu den ältesten Gebirgen Europas. Vor mehreren hundert Millionen Jahren waren die Berge deutlich höher als heute. Wind, Wasser und Eis haben die Landschaft über lange Zeit geformt und dabei tiefe Täler, Felsformationen und die für die Region typischen Flussschleifen entstehen lassen.

Zu den bekanntesten Flüssen zählen die Lesse, die Ourthe und die Semois. Sie prägen die Landschaft bis heute und haben sich vielerorts tief in das Gestein eingeschnitten. Entlang ihrer Ufer wechseln sich
bewaldete Hänge, Felsen und Aussichtspunkte ab.

Eine Besonderheit sind die Höhlen von Han. Hier verschwindet die Lesse tatsächlich im Kalkgestein und fließt ein Stück ihres Weges unter der Erde weiter. Die Höhlen gehören zu den bekanntesten
Naturattraktionen Belgiens und ziehen Besucher seit Jahrhunderten an.

Im Osten der Ardennen liegt mit dem Hohen Venn das größte Moorgebiet Belgiens. Holzstege führen durch eine Landschaft, die sich deutlich von den bewaldeten Tälern der Region unterscheidet und
vielerorts eher an Skandinavien als an Belgien erinnert.

ORTE MIT UNGEWÖHNLICHEN GESCHICHTEN

Die Ardennen sind nicht nur für ihre Wälder und Flusstäler bekannt. Zwischen den Hügeln liegen Orte, deren Geschichte bis heute eng mit der Region verbunden ist. Zwei der bekanntesten Beispiele sind Durbuy und Bouillon.

Durbuy bezeichnet sich gern als kleinste Stadt der Welt. Der Grund dafür liegt nicht in ihrer Größe, sondern in ihrer Geschichte. Bereits im 14. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte und hat diesen Status bis heute behalten. Wer durch die engen Gassen läuft, findet deshalb eine Stadt vor, die eher wie ein kleines Dorf wirkt.

Ganz anders präsentiert sich Bouillon. Über einer Schleife der Semois erhebt sich die Burg von Bouillon, eine der bekanntesten Festungen Belgiens. Mit ihr verbunden ist die Geschichte von Gottfried von Bouillon, der zu den Anführern des Ersten Kreuzzugs zählte. Um seinen Feldzug zu finanzieren, veräußerte er große Teile seines Besitzes. Seine Burg und sein Name sind bis heute eng mit der Stadt verbunden.

Die Ardennen

Von Durbuy über Bouillon bis ins Hohe Venn warten Natur, Geschichte und einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Belgiens.

Durbuy

Burg Boullion

höhlen von Han

hohes Venn

VON DER IDEE ZUR ROUTE

Ein Reiseziel zu finden, ist oft schnell gemacht. Die passende Route, gute Übernachtungsplätze und die richtige Reihenfolge entscheiden darüber,
wie entspannt eine Wohnmobilreise wird.