Warum 700 Kilometer am ersten Tag fast immer eine schlechte Idee sind

Der Urlaub steht an. Das Wohnmobil ist gepackt, der Campingplatz gebucht und die Vorfreude riesengroß.

Dann setzt du dich hin und schaust dir die Strecke an. Ja, knapp 900 km? Kein Ding. Wir fahren den ersten Tag durch. 700 km? Kein Problem. Schaffen wir locker. Google Maps sagt 8–9 Stunden. Ist zwar lang, aber schaffen wir. Dafür haben wir den Tag danach nur 200 km und sind schnell da. Da brauchen wir nicht zu hetzen.

Ja, das denkst du dir. Aber die Realität sieht anders aus.

Ich sag immer, dass wir locker 20 Minuten pro Stunde dazurechnen müssen. Du fährst einfach langsamer mit deinem Wohnmobil. Also die Strecke, die normalerweise 3 Stunden dauert, kommt so auf 4 Stunden. Und das ist komplett ohne Baustellen, viel Verkehr und Staus.

Und so werden aus den 8–9 Stunden ganz schnell 12 Stunden. Und möchtest du das als Start für deinen Urlaub haben?

Du möchtest es trotzdem durchziehen? Dann plane dir Pausen ein. Am besten spätestens alle 200 km. Kurz Beine vertreten, den Kopf frei bekommen, etwas essen und trinken. Danach ist die nächste Teilstrecke besser zu fahren.

Vergiss bitte nicht, dass so eine lange Fahrtzeit auch sehr körperlich ist. Auch wenn man quasi nur sitzt, strengt es an. Der Körper wird müde, die Konzentration lässt nach. Und am nächsten Tag stehen noch mal 200 km an.

Natürlich ist es schön, mit den Kindern zum Camping zu fahren. Aber denk dran, dass auch die nicht gern 12 Stunden im Camper sitzen. Deswegen sind die regelmäßigen Pausen zum Austoben sehr wichtig. Es hilft auch, einige Bücher, Malbilder oder kleine Reisespiele dabei zu haben.

Meine Jungs hatten immer erst einen CD-Player, später Tablet mit Spotify und Kopfhörer dabei. So konnte jeder seine Lieblingshörspiele hören und es gab keinen Streit, was gehört wird.

Dann hast du dir einen Stellplatz zum Übernachten ausgesucht. Freust dich schon, wenn du endlich angekommen bist, und dann ist der voll. Kein Platz mehr für dich. Und nun?

Entweder hast du dich vorbereitet und mehrere Stellplätze ausgesucht oder du musst dann in Apps oder im Internet suchen, bis du etwas Passendes gefunden hast.

Wie kann man diese erste Etappe also weniger stressig gestalten?

Plane rechtzeitig deine Etappen. Fahre lieber weniger Kilometer, dafür auf mehrere Etappen verteilt. Schau dir deine Route genau an. Wo ist man länger auf der Autobahn unterwegs? Wo eher Landstraße? Denn 200 km Landstraße können leicht so lange dauern wie 400 km Autobahn.

Plane genügend Pausen ein. Such dir Alternativen für deinen Stellplatz am Abend. So bist du schneller beim nächsten, wenn dein gewünschter voll ist. Sorg für Abwechslung bei den Kindern, damit ihnen nicht so schnell langweilig wird. Und achte auf deinen Körper, wenn er Symptome für Erschöpfung und Müdigkeit zeigt.

Mehr zum lesen

Hier findest du weitere Artikel rund um die Reiseplanung und das Reisen mit dem Wohnmobil.

Customer Name

Testimonials are a social proof, a powerful way to inspire trust.

Customer Name

Testimonials are a social proof, a powerful way to inspire trust.

Customer Name

Testimonials are a social proof, a powerful way to inspire trust.

Reiseplanung

Von der Idee zur fertigen reise