Rumänien
Siebenbürgen
Geschichte, Karpaten und Kirchenburgen machen Siebenbürgen einzigartig.
WO GESCHICHTE ZUM ALLTAG GEHÖRT
Wer durch Siebenbürgen reist, begegnet ständig Spuren einer ungewöhnlichen Geschichte. Über Jahrhunderte lebten hier Rumänen, Ungarn und die Siebenbürger Sachsen nebeneinander. Noch heute tragen viele Orte deutsche Namen wie Hermannstadt, Kronstadt oder Schäßburg, obwohl sie längst zu Rumänien gehören.
Besonders bekannt ist die Region für ihre Kirchenburgen. Anders als normale Kirchen wurden sie als Zufluchtsorte für ganze Dörfer gebaut. Bei Angriffen konnten sich die Bewohner innerhalb der Mauern verschanzen. Einige dieser Anlagen gehören heute zum UNESCO-Welterbe und prägen das Bild vieler Orte bis heute.
Abseits der Städte wirkt manches erstaunlich ursprünglich. In einigen Dörfern gehören Pferdewagen, kleine Höfe und traditionelle Landwirtschaft noch immer zum Alltag. Gleichzeitig verlaufen nur wenige Kilometer entfernt Straßen wie die Transfăgărășan, die sich durch die Karpaten schlängelt und zu den bekanntesten Panoramastraßen Europas zählt. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, erlebt in kurzer Zeit sehr unterschiedliche Seiten der Region.
DIE TRANSFĂGĂRĂȘAN
Mehr als 90 Kilometer durch das Hochgebirge der Karpaten
DAS DACH RUMÄNIENS
Die Transfăgărășan gehört zu den bekanntesten Straßen Europas. Auf mehr als 90 Kilometern führt sie durch das Făgăraș-Gebirge, das höchste Gebirge Rumäniens. Kehren, Tunnel und Aussichtspunkte wechseln sich ab,
bevor die Straße den auf über 2.000 Metern gelegenen Balea-See erreicht.
Doch die Karpaten bestehen nicht nur aus einer spektakulären Passstraße. Rund um den Balea-See beginnen Wanderwege ins Hochgebirge, Wasserfälle stürzen über die Berghänge und in den Wäldern lebt einer der größten Braunbärenbestände Europas. Viele Regionen wirken deutlich ursprünglicher als vergleichbare Gebiete in den Alpen.
Für Wohnmobilreisende sind oft nicht einzelne Sehenswürdigkeiten das Highlight, sondern die Strecke selbst. Zwischen den mittelalterlichen Städten Siebenbürgens führen Straßen durch tiefe Täler, über Bergpässe und vorbei an Bergseen. So wird bereits die Fahrt durch die Karpaten zu einem Teil der Reise.
WARUM SIEBENBÜRGEN ANDERS IST
In Siebenbürgen begegnet man Geschichte nicht nur in Museen. In Schäßburg gehört die bewohnte mittelalterliche Zitadelle bis heute zum Stadtbild. Hinter den alten Mauern liegen enge Gassen, bunte Häuser
und der Uhrturm, der seit Jahrhunderten über die Stadt wacht.
Die Region ist außerdem für ihre Kirchenburgen bekannt. Sie wurden nicht nur als Gotteshäuser gebaut, sondern dienten ganzen Dorfgemeinschaften als Zufluchtsort bei Angriffen. Einige Anlagen gehören
heute zum UNESCO-Welterbe und prägen das Bild vieler Orte bis heute.
Wer genauer hinschaut, entdeckt überall Spuren der Siebenbürger Sachsen. Deutsche Ortsnamen, historische Marktplätze und die für die Region typische Architektur erinnern daran, dass ihre Geschichte über Jahrhunderte von verschiedenen Kulturen geprägt wurde. In Hermannstadt ziehen die berühmten Augen auf den Dächern die Blicke auf sich, während in Dörfern wie Viscri oder Biertan vielerorts noch ein ursprünglicher Alltag erhalten geblieben ist.
Aus einer anderen Zeit
Zwischen historischen Städten, den Karpaten und abgelegenen Landschaften zeigt Siebenbürgen immer wieder ein anderes Gesicht.

Schäßburg

Hermannstadt

Bâlea-See

Karpaten
VON DER IDEE ZUR ROUTE
Ein Reiseziel zu finden, ist oft schnell gemacht. Die passende Route, gute Übernachtungsplätze und die richtige Reihenfolge entscheiden darüber,
wie entspannt eine Wohnmobilreise wird.
