Die erste Reise mit meiner App

Kurz vor unserer Tour zur Tour de France hab ich meine „App“ fertig gebaut. Ja, es ist keine echte App. Man speichert es auf dem Handy ab und dann kommt man in den eigenen Kunden Reisebereich, in dem man alles findet, was für die Reise notwendig ist.

Icons in der Reiseübersicht der Reiseplanung von Camping Explorer

Ich hab zwar meine Planung gut im Kopf, aber es war mir wichtig, auch für uns die App zu gestalten. Wir sind die erste Strecke mit Navi gefahren. In Metz mussten wir uns dann nach den Schildern richten, denn das Navi spinnt irgendwie sehr und schickt einen in alle Richtungen, nur nicht zum Campingplatz. Aber das wusste ich ja schon und konnte das so sagen. Eigentlich fahren wir sowieso nach der Route aus der App auf dem Handy. Das normale Navi liegt nur als Backup daneben, falls das Handy mal ausfällt.

Da Metz nicht lange geplant war, hab ich auch keine Infos über Metz raus gesucht. Wir waren ziemlich erledigt und froh, dass wir nach einem kleinen Rundgang wieder zurück zum Campingplatz gehen konnten. Dort haben wir in einer warmen Sommernacht vorm Alois gesessen und sogar etwas Feuerwerk über der Mosel sehen können, da ja der Nationalfeiertag war. Der Campingplatz Camping municipal Metz Plage liegt direkt an der Mosel und die Innenstadt mit Kathedrale ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.

Stellplatz unter Bäumen auf dem Campingplatz Metz Municipal la plage

Am nächsten Tag ging es weiter. Da ich keine feste Adresse hatte, ging es über die Koordinaten auf den Ballon d’Alsace. Die passenden Koordinaten für jedes Ziel sind sowohl in der App, als auch auf der PDF zum Ausdrucken fürs Handschuhfach hinter den Adressen zu finden.

Am Ballon d’Alsace war mein ausgesuchter Platz tatsächlich noch frei. Allerdings reserviert von einem Sponsor und somit für uns nicht parkbar. Wir sind wieder zurück gefahren, denn da hatten wir noch einen schmalen Platz am Straßenrand gesehen.

Wohnmobil am Straßenrand der Tour de France

Auf dem Berg hatte ich so gut wie keinen Empfang. Ab 7 Uhr Morgens wars vorbei. Dann kamen die ersten Leute auf den Berg. Je mehr Leute, desto weniger Empfang. Am Abend war es dann wieder etwas besser. Nach dem zweiten Mal, dass die Tour vorbei war, haben wir alles zusammen gepackt und sind auf der anderen Seite des Berges hinunter gefahren Richtung Camping Les Ballastières , ein einfacher Campingplatz am See in der Nähe. Es gibt dort auch einen Pool und ein Restaurant. Dort blieben wir nur eine Nacht, aber ich wäre gern länger geblieben. Es war einfach ruhig und entspannend. Leider hat das Navi die Adresse nicht gewusst. Aber in der App unter der entsprechenden Etappe konnte ich über meinen Link die Route auf Google Maps öffnen und wir sind ohne Probleme zum Campingplatz gekommen. Wieder ein Beweis, warum wir uns lieber auf die App verlassen.

Wohnmobil auf Campingplatz Les Ballastrieres

Am nächsten Tag ging es weiter nach Troyes. Die Stadt wollte ich schon länger besuchen. Wir standen auf dem Stellplatz Aire de camping-car Troyes La Champagne. Es gibt dort 37 Plätze, die auch gegen Abend recht voll wurden. Wir hatten Glück und konnten uns aus den verschieden großen einen aussuchen. Strom war inklusive und Wasser konnte man sich an der Einfahrt holen. Es war wie ein Campingplatz, nur ohne Sanitärgebäude. In die Stadt konnte man mit dem Bus fahren. Die Bushaltestelle war nicht weit weg. Und alles, was für mich wichtig war, konnte ich in der App finden. Also mit welcher App kann ich nach den Busverbindungen schauen? Was ist in der Nähe vom Stellplatz? Was macht Troyes so besonders?

Wohnmobil auf dem Stellplatz in Troyes

Zwei Übernachtungen hatten wir in Troyes. Und weiter ging die Reise nach Verdun. Dort habe ich wieder einen Campingplatz für zwei Nächte gebucht. Ich dachte, das reicht. Der Campingplatz Les Breuils hatte direkt wenn man rein kommt, einen Poolbereich mit Rutsche. Man konnte die Kinder schon lachen hören. In dem kleinen Restaurant war auch die Rezeption. Dort konnte man Baguette und Croissants für den nächsten Morgen bestellen. Unser Platz lag direkt an dem kleinen Angelteich, der leider durch die Hitze sehr wenig Wasser hatte. Wir haben uns eingerichtet und wollten mit dem Bus in die Stadt. Allerdings hatte der Bus so einen Umweg, dass wir lieber zu Fuß alles entdecken wollten. Wir haben schon einiges gesehen.

Am nächsten Tag sind wir mit Alois zu den Gedenkstätten gefahren. Mit dem Bus wären wir nicht wirklich dorthin gekommen. Außerdem liegen die doch etwas zu weit auseinander, dass wir dort von Ort zu Ort hätten fahren können. Dafür gab es überall, wo wir waren, gute Parkmöglichkeiten für Wohnmobile. Wir haben uns das Kombiticket für drei Orte mit Eintritt genommen und waren am Ende sehr bewegt. Die Eindrücke der Schlachtfelder, der Forts, die werden noch lange nachhallen.

Auf der Heimfahrt haben wir noch in Luxemburg vollgetankt, weil alles andere wäre verschenktes Geld und sind geradeaus nach Norden nach Hause gefahren. Glücklich, dass wir die Zeit miteinander verbringen konnten.

Während der ganzen Fahrt hatten wir immer beides dabei. Handy mit meiner Route und das normale Navi daneben. Nicht weil ich dem Navi nicht traue, sondern weil es nur die Straße kennt und nicht meine Planung. Falls das Handy mal ausfällt oder der Akku leer ist, wissen wir wenigstens, wo wir grob hinmüssen. Aber gebraucht haben wir es zum Glück nicht. Und ich bin noch mal glücklich, dass die App meine Erwartungen komplett bestätigt hat.

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